Projekt boden:ständig - Erosion vermeiden - Bäche verbessern

Passend zum internationalen Jahr des Bodens 2015 der vereinten Nationen wurde die Agrokraft GmbH mit dem Projekt „Boden:ständig“ vom Amt für ländliche Entwicklung beauftragt, welches in der Region Rhön-Grabfeld neue Wege beim Boden- und Gewässerschutz beschreiten wird.

Anhand von Modellprojekten wurden in den vergangenen Jahren beispielhafte Lösungen entwickelt und umgesetzt, welche so als Vorbild für viele weitere Projekte dienen sollen.

Die Initiative setzt auf eine enge Partnerschaft von Landwirten, Gemeinden und Fachverwaltungen sowie auf Freiwilligkeit und auf engagierte „boden:ständige“ Menschen vor Ort, die sich für einen sorgsamen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen Boden und Wasser in ihrer Heimat einsetzen. Als erstes Projekt wird die Ansaat von Uferrandstreifen/Pufferzonen im Vordergrund stehen. In der Anlage finden Sie hierzu Informationsmaterial (Vorderseite/Rückseite).

 

Im Rahmen des Projektes wurde auch ein Praktikertag Boden sowie eine Fortbildung zum Boden-Experten abgehalten.

Gerne können Sie dieses auch an Interessierte weitergeben. Bei Fragen steht Ihnen hierzu das Amt für ländliche Entwicklung und die Agrokraft GmbH (09771 6210-45) zur Verfügung.

 

 

Wildpflanzenprojekt Rhön Grabfeld

Die Agrokraft GmbH hat mit weiteren Partnern im Landkreis Rhön Grabfeld ein Wildpflanzenprojekt initiiert. Die Wildpflanzenmischung soll als Ergänzung zu den vorherrschenden Energiepflanzen Mais und Ganzpflanzensilage (GPS) angebaut werden. Die spezielle, fünf- bis achtjährige Wildpflanzenmischung (Veitshhöchheimer Hanfmix) wurde im Rahmen einer langjährigen Forschungsarbeit von der LWG entwickelt und besteht aus 30 verschiedenen Pflanzenarten. Das Wildpflanzenprojekt ist als Gemeinschaftsprojekt von Landwirten, Biogasanlagenbetreibern, Naturschützern und Imkern Anfang 2017 gestartet. Unterstützt durch die Projektgemeinschaft hat das Projekt bereits viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Um den Anbau der Wildpflanzenmischung für die Landwirte wirtschaftlich - im Vergleich zu Biogasmais gleichwertig - zu gestalten, muss der Anbau finanziell unterstützt werden. Dies muss auch Ziel der Gesellschaft sein, um die Biodiversität zu fördern.
Vorteile:
· Boden- und Gewässerschutz durch ganzjährige Bodenbedeckung
· Kein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln
· Förderung der Biodiversität: Rückzugsort für Insekten, Vögel und Wildtiere
· Energetische Nutzung durch Substratverwertung in der Biogasanlage

 

Weitere Informationen und Meinungen finden Sie in unserem Flyer.

(Projektkoordinatorin Frau Stäblein)

Holunderanbau für Bionade

In der Rhön wird das Kultgetränk Bionade hergestellt. So kamen wir auf die Idee, den Anbau der Rohstoffe zum Beispiel für die beliebte rote Variante hier in der Region zu organisieren und so die Vorteile der kurzen Anfahrtswege voll auszunutzen. Im Jahr 2006 wurde somit auf einer Gesamtfläche von 8 Hektar Bio-Holunder angepflanzt. Nach zwei bis drei Jahren wurde eine vollständige Ernte erwartet. 2007 jedoch überstieg die Ernte bereits die Erwartungen. In der Rhön wird mit einer Anbaufläche von 70 Hektar für Bio-Holunder gerechnet.

Haselnuss

Gründung einer Hasselnuss GbR in Großbardorf (Anpflanzung im Jahr 2013 – erste Ernte erwartet für 2018)

Das Projekt eines gemeinschaftlichen Haselnussanbaus und –vertriebs wurde vorangetrieben. In mehreren Informationsveranstaltungen und Lehrfahrten wurden die Landwirte des Landkreises informiert. Zwei Landwirte haben inzwischen Versuchsflächen angelegt. 17 Gesellschafter aus Großbardorf gründeten eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts und haben im Herbst 2013 Haselnusssträucher gepflanzt. Die Agrokraft GmbH hat das Konzept für Bewässerung, Düngung mit Silageabwässern der örtlichen Biogasanlage und den Vertrieb entwickelt.

Weitere Ideen

Wir sind immer wieder auf der Suche nach tollen neuen Projektideen. Gerade im Bereich der Landwirtschaft ist es unerlässlich die Betriebe weiterzuentwickeln und verschiedene Standbeine zu haben (Diversifizierung). Nachdem wir einige Biogasanlagen im Landkreis auf den Weg gebracht haben, bieten sich z.B. in der Nutzung der Restwärme, die noch nicht in Nahwärmenetzen verbraucht wird, Potentiale für weitere Projekte.

So gibt es Überlegungen zum Thema:

Fischzucht

und

Tomatenanbau an Biogasanlagen

 

Wenn Sie Fragen oder eigene Ideen haben, kommen Sie gerne auf uns zu!